Die österreichischen Ernährungsempfehlungen bieten eine praktische Orientierung. Sie berücksichtigen sowohl eine Ernährung mit Fisch und Fleisch als auch eine ovo-lacto-vegetarische Variante. Gemeinsam ist beiden: pflanzliche Lebensmittel bilden die Basis.
Orientierung hilft. Starre Regeln, Schuldgefühle und schnelle Versprechen dagegen selten.
Der Teller als einfache Gedankenstütze
Für eine Hauptmahlzeit kann folgende Aufteilung helfen: etwa die Hälfte Gemüse und Obst, ein Viertel Vollkorngetreide oder Erdäpfel und ein Viertel eiweißreiche Lebensmittel – bevorzugt aus pflanzlichen Quellen. Je nach Hunger, Aktivität und persönlicher Situation darf das selbstverständlich variieren.
Fünf Bausteine für den Alltag
- Vielfalt: unterschiedliche Gemüse-, Obst- und Getreidesorten wechseln.
- Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Tofu oder Tempeh regelmäßig einplanen.
- Vollkorn: bei Brot, Nudeln, Reis und Getreide öfter die Vollkornvariante wählen.
- Getränke: Wasser und ungesüßte Getränke als Basis nutzen.
- Genuss: langsam essen, Hunger und Sättigung wahrnehmen und Lieblingsgerichte nicht moralisch bewerten.
Was „gesund“ nicht bedeutet
Gesund essen heißt weder, Zucker oder Fett vollständig zu meiden, noch jede Mahlzeit zu optimieren. Einzelne Speisen entscheiden nicht über Gesundheit. Auch kulturelle Gewohnheiten, Budget, Zeit, Genuss und Verträglichkeit gehören dazu.
Wann persönliche Beratung sinnvoll ist
Bei Erkrankungen, Allergien, Essstörungen, Schwangerschaft, starkem Unter- oder Übergewicht sowie vor größeren Ernährungsumstellungen sollte qualifizierte medizinische oder diätologische Beratung einbezogen werden.